Osteopathie – Lass krachen…

Gestern hatte ich mal wieder einen Wettkampf bei dem ich selber aktiv war. Da kommt in dieser Saison eh nicht so viel bei rum („no Training no Result“ oder auch „von nix kommt nix“), so passte es ins Bild dass ich ein „leichtes Ziehen“ im unteren Rücken beim Kugelstoßen verspürte. Das wurde dann nachm Diskuswerfen und nach Hause fahren zum ausgewachsenen „Ach du Scheiße tut das weh und ich kann mich nicht richtig bewegen“ Schmerz, weswegen ich heute DIREKT mal zum Osteopathen bin. Aber nicht zu irgendeinem Ostepathen! Ich war in der Praxis Freyklang! Zwei Meter mal nen Meter Typ, ehemals Zweitligabasketballer und wie sich herausstellte auch ansonsten ein sehr feiner Kerl! Zu dem hatte ich schon eine meiner Athletinnen geschickt, weil er mir wiederum von einem Freund empfohlen wurde. Alles zu Recht wie sich auch heute bestätigte.

Nachdem ich mich nackich gemacht hatte, wurde mir mitgeteilt wo ich überall krumm und schief bin. NEIN, das ist KEINE Alterserscheinung, meine Athletin ist 15 und war genau so krumm ;). Als ich noch so dachte, das wird ja ein Spaß hier, lag ich auch schon flach und es knackte mal los. „Für jedes Knacken nen Zehner oder?“ Witzig.
Wenn er SO abrechnen würde, wäre er allein an mir heute reich geworden. Hüfte, Wirbelsäule oben, in der Mitte und unten, Füße, es knackte eigentlich permanent. Und ja, das tut weh. Nicht so schlimm wie man es aus dem Fernsehen, obwohl, doch. Es TUT weh aber gleichzeitig auch gut. Irgendwie spooky (hat jemand mal ne Adresse von einem SM-Studio für Einsteiger…?).
Langer Rede kurzer Sinn, der Hellmuth hats drauf. Nach ein paar Jahren als Unternehmensberater einfach mal umgesattelt, fette Ausbildungen gemacht und nun ist der er der „Tamme Hanken“ für Menschen. Nur netter. Aber auch so ein Schrank ;).
Also, wenn ihr in und um Hamburg wohnt (Praxen sind in Halstenbek und in Hamburg), euch einfach mal von euern Beschwerden befreien wollt und der Physio auch mit der 20. Massage nicht weiterkommt, geht in die Praxis Freyklang und genießt das Knacken. Meinem Rücken gehts viel (!) besser und ganz nebenbei hat er die seit November schmerzende linke Schulter von eben diesem Problem befreit.

Motivation – aber wie?

Eine mir sehr nahe stehende Person hat schon mehrfach nachgefragt, wie ich mich eigentlich motiviere. Im Allgemeinen und aber eben auch Besonderen. Warum das spannend ist? Naja, vielleicht weil ich ein ziemlich motvierter Mensch bin. Bei ziemlich vielen Sachen. So ganz kam ich dann aber mit dem Thema nicht klar, hoffe aber dass es jetzt spannend und vielleicht für den einen oder die andere LeserIn interessant oder sogar hilfreich sein könnte…

Eine kurze Präambel WARUM meine Motivation vielleicht etwas anders ist, als es im Durchschnitt „notwendig“ gewesen sein könnte:
Ich war in der Jugend ein ziemlich begeisterter und verhältnismäßig talentierter Leichtathlet. Werfer und Zehnkämpfer. Und ich wollte mehr. Ich wollte den richtigen Erfolg. Darum habe ich dafür trainiert. Mehr als der Durchschnitt (so bin ich zum Beispiel in der 10. Klasse 3x in der Woche mit dem Zug von Bremerhaven nach Bremen gefahren und habe dort trainiert) und habe darum auch mehr als der Durchschnitt erreicht. Ich war Trainer und Coach verschiedener Leichtathletik- und Basketballvereine, die fast immer dem Leistungsgedanken gefolgt sind. Ich wollte sie noch besser machen.
Ich habe mit 14 angefangen zu arbeiten. Blumen verkaufen. Jeden Samstag. Mit 18 habe ich nachts in Kneipen gestanden und tagsüber für eine Spedition gearbeitet. Ja, Abi habe ich tatsächlich auch noch gemacht. Ich musste das alles machen, weil ich kurz vor meinem 18. Geburtstag zu Hause rausgeflogen bin und mehr Geld brauchte zum Leben… Bevor wir gleich alle weinen, lasse ich das mal so stehen und sage: Es gibt noch mehr Motivationsgründe, die mich auch zu dem haben werden lassen was ich bin…
Wenn ich eine neue Aufgabe, ein neues Ziel, entdecke was mich begeistert (im positiven) oder was ich zu erreichen habe weil sonst unschöne Folgen enstehen, verfahre ich fast immer in dem gleichen Muster.

1. Ich formuliere GENAU was ich erreichen/ leisten will oder muss. Es ist niemandem geholfen zu sagen, ich will ein bisschen weiter werfen oder ein bisschen mehr verdienen. Das ist so wie bisschen schwanger. Nur wenn man WIRKLICH weiß was erreicht werden soll, kann man sich darauf fokussieren. Das ist eigentlich sehr leicht, auch bei weichen Themen wie Wohlbefinden oder Lebensspaß. Hilfreich ist es dabei einigermaßen realistische Ziele zu definieren. Klar will ich gerne noch mal 21 Meter mit der Kugel stoßen. Das ist aber nun mal kompletter Unsinn und wird es auch immer bleiben.

2. Ich gucke mir GENAU an wo ich bin und versuche herauszufinden was ich tun muss, um am Ziel anzukommen. Da bescheiße ich mich auch gerne mal selbst und tue so als wenn der Weg kürzer oder leichter wäre. Führt aber meistens zu nix, außer Umwegen und Mehrarbeit. Also ehrlich zu sich selbst sein.

3. Ich definiere KLEINE ZIELE! Das ist wahrscheinlich auch der entscheidende Punkt. Wenn man einen Berg wegschaffen will, ist das im Prinzip unmöglich. Wenn man aber sagt, dass man ersma nur 5 Kubikmeter weghaben muss, ist es erreichbar. Das wichtigste an den kleinen Zielen ist es sie auch zu feiern wenn man sie erreicht hat! „Ach, das ist doch nur so ein kleiner Schritt. Ich muss noch SO WEIT gehen um anzukommen.“ Wenn ihr so denkt, nehmt ihr das Prinzip nicht an und kommt nur mit ungleich höherem Aufwand an euer Ziel. Wenn überhaupt. Also die kleinen Ziele erreichen und sich dafür auch belohnen. Zuckerbrot und Peitsche. Sicherlich eines des besten Lebensprinzipien die ich für mich kenne.

4. Bei Erreichen des Ziels muss GEFEIERT werden! Flippt aus, belohnt euch richtig, seid glücklich und stolz auf das Geschaffte. Getriebene, wie ich auch manchmal einer bin, haben dann gleich die nächsten Ziele und Herausforderungen im Kopf und bleiben deshalb im Hamsterrad des Müssens. Bullshit!!
Wenn ihr was geschafft habt, seid stolz auf euch!

Tja. So gehe ich meistens an die Sachen ran. Mal strahlender und leichter, mal dunkler und verkrampfter. Im Laufe der Jahre habe ich dann auch noch die Zwischenbewertung optimiert. Es kann/ ist sehr hilfreich, wenn man während des Weges noch mal nach rechts und links schaut. Die dortigen Möglichkeiten können nämlich zu anderen kleinen, aber sehr lohnenswerten Zielen führen. Das wiederum bringt mich dann machmal auch schneller oder einfach leichter zum großen Ziel….
Also: Zuckerbrot und Peitsche, maximale Disziplin und zwischendurch rechts und links schauen. Eigentlich ganz einfach ;)!